Was ist die Parodontitis?
Parodontitis, umgangssprachlich Parodontose, ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Durch Bakterien und Beläge auf den Zähnen und der Zahnfleischtasche kommt es zu Entzündungen, welche den Zahnhalteapparat irreversibel schädigen können. Erste Symptome sind zumeist Blutungen des Zahnfleisches, Rückgang der Zahnfleischniveaus mit immer empfindlicher werdenden Zahnhälsen bis hin zu Lockerungen bis zum der Ausfall der Zähne. Begleitet werden diese Stadien der Bakterieninvasion oftmals von Mundgeruch.
Ein großes Risiko stellt zudem die systemische Wirkung dieser Bakterien dar: Über die Blutbahn gelangen sie in den Körper und können nachweislich das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, um ein Vierfaches, erhöhen. Weitere Folgeerkrankungen können: eine Schwächung der Immunabwehr, verminderte Leistungsfähigkeit, Abfall der körperlichen Belastbarkeit bei Sportlern, Autoimmun- und rheumatoide Erkrankungen, Krebs, Alzheimer, Impotenz und unerfüllter Kinderwunsch sein.
Generell empfehlen wir eine mikrobiologische Voruntersuchung, um individuell pathogene Keime zu identifizieren, bevor eine Parodontosetherapie durchgeführt wird. Darüber hinaus können ätherische Aromaöle, die auf die festgestellten Keime abgestimmt sind, die sowohl in unserer Praxis als auch im Rahmen der häuslichen Pflege angewendet werden. Es kommen weiterhin Medikamente und Verfahren zum Einsatz, die die natürliche Mund- und Darmflora schonen, wie oral eingesetzte CHX-Spülungen, Ozonwasseranwendungen, Ozonsonden-Anwendungen und PerioChip-Einlagen, und systemisch, um darüber hinaus die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Patienten umfassend zu fördern, Ozon-Eigenbluttherapien und gezielte Aufbau-Infusionen, die allesamt als effektive, aber schonende Antibiotika-Alternativen anzusehen sind.
Ablauf der UZM-Parodontose- Behandlung
Zunächst führen wir eine umfassende Diagnosestellung durch, die Ihre Allgemeinerkrankungen sowie die individuelle Progression Ihrer Zahngesundheit berücksichtigt. Dabei messen wir die Taschentiefen, ermitteln die Lockerungsgrade Ihrer Zähne und beurteilen den Knochenabbau mithilfe von Röntgenbildern. Diese Informationen sind entscheidend für die Planung des weiteren Therapieverlaufes.
Im anschließenden parodontologischen Aufklärungsgespräch erhalten Sie detaillierte Informationen über Ihren individuellen Befund. Wir besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen, erstellen einen individuellen Therapieplan für Sie und besprechen den gezielten Einsatz obig genannter Therapiemaßnahmen.
Im Rahmen der antiinfektiösen Therapie entfernen wir sowohl weiche als auch harte Beläge, die sich an und unter dem Zahnfleisch befinden.
In der Befundevaluation messen wir die Zahnfleischtaschen erneut und besprechen das weitere Vorgehen. Falls erforderlich, kann eine chirurgische Parodontaltherapie durchgeführt werden, um den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates zu stabilisieren.
Je nach Schweregrad, Progression und Risikofaktoren empfehlen wir eine unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) zwei Jahre nach Abschluss der Behandlung. Diese erfolgt in einem Rhythmus von einmal bis dreimal pro Jahr, um die häuslich optimierte Mundhygiene durch regelmäßige Kontrollen aufrechtzuerhalten und eine langfristige Stabilität zu gewährleisten.